Meine Geschichte
Der Junge unter dem Baum
Jedes Leben hat einen Anfang, ein Ende – und dazwischen eine meist spannende Geschichte.
Einen kleinen Einblick in meine eigene Geschichte möchte ich hier geben.
Vor einem Baum in meiner Kindheit sass ich oft stundenlang. Dort teilte ich meine Gedanken mit Gott. Ich fragte ihn leise, ob es ihn wirklich gibt.
Eines Tages fragte ich: „Siehst du mich denn vom Himmel aus?“
Und dann geschah etwas, das ich nie vergessen werde. Eine leise, wunderbare Stimme sprach zu
mir:
„Siehst du die vielen
Ameisen auf dem Boden? So wie du sie sehen kannst, so sehe ich dich vom Himmel aus.“
Der Weg ins Extreme
Schon als kleiner Junge träumte ich davon, weit weg von allem auf einer einsamen Insel zu leben. In mir brannte eine unbändige Abenteuerlust. Ich war ein Huckleberry Finn der Gegenwart. Ich schwänzte die Schule, probierte alles aus und stolperte durch Dummheiten, die mich prägten.
Mit zwölf Jahren gründete ich meine eigene Jugendgang. Ich lernte früh, Chancen zu nutzen und Verantwortung zu übernehmen – auf meine Weise. Die Zusammenarbeit mit der Automafia brachte mir Reichtum, aber sie trieb mich auch auf die Flucht vor der Justiz. Thailand wurde mein neues Zuhause.
Ich lebte als Beach-Boy und Weltenbummler, bewegte mich zwischen Milieu und gut situierten Kreisen. Doch nach einigen Jahren wurde ich müde. Ich zog mich zurück in ein einfaches Strandhaus. Dort begann ich, nach mir selbst und nach dem Sinn des Lebens zu suchen.
Was ich schliesslich fand, war Gott.
Die Rückkehr
Über dreissig Jahre nach meiner Kindheit stand ich wieder vor meinem alten Freund, dem Baum. Und die Stimme sprach erneut:
„Ich habe dich nie vergessen.“
Diese Erfahrung veränderte mein Leben.